Stellungnahme von KANS zum „AUS“ des LNG-Terminals in WHV

07.11.2020

Nun also doch: Apfelsaft statt Fracking-Gas!

Die Entscheidung gegen LNG ist eine Entscheidung für ein zukunftsträchtiges Wilhelmshaven

Die Bürgerinitiative Klima-Allianz-NordSeeküste (KANS) begrüßt ausdrücklich die Entscheidung, den Bau des LNG-Terminals aufzugeben. Die Tatsache, dass die Entscheidung von uniper aufgrund mangelnder Nachfrage getroffen wurde, zeigt deutlich, dass die Marktteilnehmer den Import von „LNG“ nicht für eine zukunftsträchtige Geschäftsidee halten. Auch KANS hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass es sich bei dem geplanten LNG-Terminal um eine Investition in fossile Energien handelt, die nicht mit den Klimazielen der EU vereinbar ist.

„Wir werden deshalb die weiteren Planungen von uniper wachsam begleiten und sorgsam darauf achten, dass mittels synthetischem Methan nicht doch durch die Hintertür LNG eingeschleust wird. Unsere Zukunft kann ausschließlich in grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien liegen. Die Produktion von grauem, blauen oder türkisen Wasserstoff lehnen wir strikt ab“, sagt Rainer Büscher von KANS.

Es ist kein Rückschritt sondern im Gegenteil eine große Chance für Wilhelmshaven und die ganze Region, mit dem uns zur Verfügung stehenden Potential an Wind, Sonne und Wasser grünen Wasserstoff aus erneuerbarer Energie vor Ort zu erzeugen und diesen auch vor Ort zu nutzen. Wenn wir uns zudem noch entscheiden, unseren „überschüssigen“ Strom durch bisher nicht genutzte Windenergie vor Ort einzusetzen, anstatt ihn nach Großbritannien zu verkaufen, so könnte durch die Kombination von Klimaschutz und Energieerzeugung eine ganz neue Branche mit einem großen Bedarf an Arbeitskräften angesiedelt werden, was für unsere Region gleichzeitig wirtschaftlichen Aufschwung bedeutet.

KANS bedankt sich bei all den Bürgern, die sich mit viel Herzblut und (Lebens-)Energie gegen den Bau dieses LNG-Terminals und den Import von Fracking-Gas eingesetzt haben und wünscht allen, weiterhin gesund durch diese turbulenten Zeiten zu kommen. „Wir sind überglücklich, dass unsere große Streuobstwiese mit den alten Apfelsorten nun doch erhalten bleibt und wir weiterhin leckeren Apfelsaft herstellen dürfen“, sagt Sabine Hillmann von KANS.


Bei Hillmanns gab´s an diesem Wochenende Apfelsaft geschenkt….

 

Unsere Stellungnahme in der Presse vom 10. November 2020:

Hier geht´s zum NWZ-Artikel: Initiative lässt Apfelsaft-Korken knallen    

Das Jeversche Wochenblatt schreibt (leider nicht online): Initiative feiert LNG-Absage

Die Wilhemshavener Zeitung titelt (leider nicht online): Feiern mit Flasche Apfelsaft

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