Fakten und Hintergründe

“We cannot rule out catastrophic outcomes where human life as we know it is threatened.”

„Wir können katastrophale Entwicklungen nicht ausschließen,

die das menschliche Leben an sich,

wie wir es kennen,

bedrohen.“

Zu diesem Schluss kamen Ökonomen der größten amerikanischen Bank „JP Morgan“ in ihrem Bericht  vom 14.01.2020.

Diese Bank finanziert Großprojekte zur Ausbeutung fossiler Brennstoffe wie beispielsweise Fracking, Arktische Ölförderung und Erdgasförderung und ist damit maßgeblich an der Klimakrise beteiligt.

 

DIE BUNDESREGIERUNG unterstützt diesen Irrsinn, indem sie LNG-Projekte wie hier in Wilhelmshaven mit öffentlichen Mitteln (sprich: Steuergeldern) subventioniert und Pipeline-Kosten auf die Verbraucher abwälzt.

Die Tagespresse wird nicht müde, den Mythos der angeblichen zukünftigen „Versorgungslücken“ und der deshalb unbedingt benötigten „Brückentechnologien“ und des „sauberen Erdgases“ gebetsmühlenartig zu wiederholen.

DIE FAKTEN:

Über das geplante LNG-Terminal Wilhelmshaven soll u.a. amerikanisches Fracking-Gas nach Deutschland importiert werden. Die Grundlage dafür wurde mit dem Juncker-Trump-Deal im Juli 2018 geschaffen: Keine amerikanischen Zölle auf deutsche Autos und Stahlprodukte; dafür verpflichtende Abnahme von amerikanischem (Fracking-)Gas und Sojaprodukten.

 

„Die Bundesregierung ist grundsätzlich bereit, den Bau von Import-Infrastruktur für verflüssigtes Erdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) zu unterstützen.“ (Quelle: Staatssekretär Dr. U. Nußbaum, 29.01.2019)

 

„Für die Planung und Umsetzung der Förderung von Projekten aus dem Europäischen Regionalfonds (EFRE) sind in Deutschland in der laufenden Förderperiode 2014 bis 2020 die Länder zuständig.“
(Quelle: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Andrej Hunko, Lorenz Gösta Beutin, Christine Buchholz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 19/4312 – vom 24.10.18)

 

Die Kosten für LNG-Pipelines werden zu 90 % auf die späteren Gaskunden umgelegt.  Ein Geschenk von Herrn Altmaier an uniper & co. – auf unsere Kosten.
(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – Pressemitteilung vom 27.03.2019)

 

Erdgas ist ein fossiler Brennstoff. „Die Bundesregierung geht davon aus, dass der Erdgasbedarf bis 2040 rückläufig sein wird, da fossiles Gas unter Beachtung der Klimaschutzziele, insbesondere dem Ziel von Treibhausgasneutralität, mittelfristig eine geringere Rolle spielen wird. “
(Quelle: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Andrej Hunko, Lorenz Gösta Beutin, Christine Buchholz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 19/4312 – vom 24.10.18)

 

Die Versorgung mit Erdgas erfolgt europaweit zu 85 % über Pipelines und zu 15 % über LNG-Terminals.
(Quelle: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Martin Neumann, Michael Theurer, Reinhard Houben, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP – Drucksache 19/10205 – vom 13.06.2019)

 

Der Transport von Erdgas über das Gasnetz ist effizienter und klimafreundlicher als LNG.
(Quelle: Umweltbundesamt vom 16.05.2019)

 

Deutschland ist ausreichend mit Gas versorgt. Lieferanten-Länder sind:
Russland: 40%
Norwegen: 24 %
Niederlande: 20 %
Eigene Förderung: 10 %
Dänemark, Großbritannnien: 6 %
(
Quelle: Aus welchen Ländern kommt unser Erdgas? – lifestrom vom 07.07.2018)

 

Europäische LNG-Terminals mit Anbindung an das deutsche Gasnetz könnten jederzeit zur Gasversorgung in Deutschland beitragen, wenn dies tatsächlich nötig sein sollte.
(Quelle: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Martin Neumann, Michael Theurer, Reinhard Houben, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP – Drucksache 19/10205 – vom 13.06.2019)

 

Mit einer Kapazität von 216 Mrd. m3 wären diese bestehenden Terminals in der Lage, 50 Prozent des derzeitigen EU-Verbrauchs abzudecken. Allerdings sind sie momentan nur zur 27 Prozent ausgelastet (siehe Marktstudie zur EU LNG-Struktur).

 

Mit dem Anschluss von Nord Stream 2 würde die Importkapazität sogar um weitere – nicht benötigte – 55 Mrd. m³ pro Jahr erweitert. (Quelle: BMWI: Versorgungssicherheit bei Erdgas – Monitoring-Bericht nach § 51 EnWG – Stand Februar 2019)

 

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